Am 1. Mai nach Gera! Das Hinterland aufwühlen – III. Weg stoppen!

Nachdem die letzten drei Jahre die Städte Plauen und Saalfeld mit dem jährlichen Aufmarsch der Neonazipartei „III. Weg“ konfrontiert waren, trifft es diesmal Gera. Gerade in der Provinz, wo sich Nazis vermeintlich „sicher“ fühlen, ist Solidarität gefragt – deshalb: alle nach Gera!

Am 1. Mai will in Gera der rassistisch-nationalistische Mob der als Partei getarnten Organisation Der III. Weg um das ehemalige Freie Netz Süd aufmarschieren. Die Partei Der III. Weg folgt rhetorisch, inhaltlich und in ihren Aktionen der Agitation „Freier Kameradschaften“ und gibt sich antikapitalistisch. Die Losung „Kapitalismus zerschlagen – für Familie, Heimat, Tradition“ im Aufruf macht dabei deren völkischen, antifeministischen und reaktionären Charakter mehr als deutlich.

Ersichtlich wird dies auch in ihren Publikationen, in denen kein Hehl aus den miteinander verwobenen rechten Ideologieelementen gemacht wird. Von einem Geschichtsrevisionismus, der deutsche Täter*innen zu Opfern verklärt, über verdeckten und offenen Antisemitismus mit dem Aufruf zum Boykott israelischer Waren, bis hin zu massiver Fremdenfeindlichkeit, die sich in Propaganda gegen aus ihren Geburtsregionen geflüchteten Menschen ausdrückt.
Doch welche Inhalte verfolgen die Nazis in ihrem Programm konkret? Als Hauptziel des III. Wegs wird die Errichtung eines „deutschen Sozialismus“ genannt. Angeblich würde sich dieser gegen das vermeintliche „Gleichmachen“, etwa eines Sozialismus kommunistischer Prägung, wenden. Tatsächlich richtet sich diese Idee jedoch vor allem gegen die freiheitliche Gesellschaft und eine Pluralität der Lebensentwürfe. Der III. Weg will angeblich „die Persönlichkeit fördern und fordern“, allerdings, um „bei jedem Einzelnen die größtmögliche Schaffenskraft für das gesamte Volk zu erreichen“. Der hier immanente Volksgedanke gepaart mit der Forderung nach einem starken Staat lässt Analogien zu den Wahnvorstellungen einer „Herrenrasse“ im dritten Reich erkennen: Eine Aufwertung des „deutschen Volkes“ kann nur durch Ausgrenzung und Abwertung anderer funktionieren. Dass wir es beim III. Weg mit einer biologistisch argumentierenden Variante des Nationalsozialismus zu tun haben, zeigt auch der Wunsch nach der „Erhaltung und Entwicklung der biologischen Substanz des Volkes“ – neben der größenwahnsinnigen Forderung der „Wiederherstellung Gesamtdeutschlands in seinen völkerrechtlichen Grenzen“.
Wenn also die Partei Der III. Weg am 1. Mai aufmarschiert, dann treten sie nicht mit der Forderung nach tatsächlichem Sozialismus oder Antikapitalismus auf, sondern im Sinne eines menschenverachtenden Nationalsozialismus mit direkten inhaltlichen Bezügen zu den damaligen Positionen der Nationalsozialisten.
Wenngleich die Betonung der Nazis auf Werten wie „Tradition“ liegt, haben sie keinerlei Beziehung zur historischen Entstehung der 1.-Mai-Proteste, waren diese doch ausgerichtet von heterogenen Gruppen der Anarchist*innen, Sozialist*innen, Kommunist*innen, Gewerkschafter*innen und anderer Arbeiter*innen jeglicher Herkunft, die in die Planungen und Umsetzung der Streiks von 1886 und Aktionen in diesem Kontext involviert waren. Uns ist hinlänglich bewusst, dass die Geschichte um die Entstehung und Fortführung des 1. Mais nicht unkritisch betrachtet werden sollte. Ebenso halten wir den oft verwendeten Terminus einer „Arbeiter*innenklasse“ für durchaus diskussionsbedürftig. Dennoch steht dieser Tag in einer Geschichte des weltweiten Kampfes gegen die Ausbeutung der Menschen durch den Kapitalismus und die Einschränkung der Freiheit durch verschiedenste reaktionäre Akteur*innen, ganz gleich, ob Nazis in der „Tradition“ von 1933 versuchen, diesen Kampf als „nationalen“ zu
instrumentalisieren.
Nach Saalfeld und Plauen haben sich die Neonazis des III. Wegs dieses Jahr Gera ausgesucht. Vor allem kleinere (Groß-)Städte und Dörfer sind sehr beliebt für Aufmärsche und als Propagandaorte für die Neonazis. In solchen Orten erfahren sie meist mehr Rückhalt und treffen auf weniger Gegenwehr. In dieser Atmosphäre kann an sozial schwache Strukturen, prekäre Arbeitsverhältnisse, allgemeine Unsicherheiten sowie Frustrationen leicht angeknüpft werden. Durch die Abstiegs- und Verlustängste vieler Menschen müssen (vermeintlich) Schwächere als Sündenböcke herhalten. Gleichzeitig werden angebliche Strippenzieher als Feinde des Volkes stigmatisiert. Der Wunsch nach einfachen Lösungen komplexer Themen und die Sehnsucht nach dem „starken Staat“ machen es den Neonazis leicht, mit ihren Ideologiefragmenten auf Zustimmung zu stoßen. Dabei kommen ihnen sogar noch die Auswirkungen eines kapitalistischen Systems zugute, indem sie mit verkürzten und symbolischen Darstellungen Stimmung machen können.
Wir wollen die Provinz aufwühlen. Wir sehen es nicht ein, dass die Neonazis heute oder an einem anderen Tag unbehelligt beziehungsweise sogar unter Zustimmung von Teilen der Bevölkerung ihrer Hetze Raum geben und ihr Agitationsfeld weiter ausdehnen können. Überall dort, wo der III. Weg in der Vergangenheit erfolgreich aufmarschieren konnte, haben sich Strukturen gebildet und verfestigt, wurden Ortsverbände oder Bürger*innenbüros gegründet. Rassismus und Nationalismus sind in viel zu vielen Alltagsbereichen eine Normalität, die sich immer offensiver äußert und welcher das Fundament entzogen werden muss. Wir wollen und müssen unterdrückenden Ideologien, die sich gegenseitig beeinflussen und stärken, entgegenwirken. Wir können nicht nur einzelne Fragmente überwinden. Es bedarf einer antikapitalistischen Gegenbewegung, die auf Pluralität setzt und gleichzeitig alle Herrschaftsformen in den Blickwinkel der Kritik rückt. Vom Antisemitismus, über den Kulturalismus, die LGBTIQ*- Feindlichkeit, den Sexismus, bis hin zum ethnozentrischen Rassismus sind diese zugleich alle Elemente rechter Ideologie.
Die falsche „Gesellschaftskritik“ des III. Wegs darf nicht unwidersprochen bleiben. Eine Kritik an den herrschenden Verhältnissen muss eine Reflexion über ausschließende Menschenbilder ebenso beinhalten wie eine stetige Selbstkritik und Selbstreflexion unseres Handelns und Denkens, um sich solcher Ideen, wie sie die III.-Weg-Nazis propagieren, zu erwehren. Dabei darf vor zivilgesellschaftlichen Strukturen, Vereinen, Parteien und Verbänden nicht Halt gemacht werden. Wenn also am 1. Mai der DGB, zu dem auch die Polizeigewerkschaft gehört, in vielen deutschen Städten erneut mit Parteien wie der CDU auf die Straße geht, muss allen klar sein, dass damit kein Missstand in seinen Ursachen angegangen wird – im Gegenteil. Die demokratischen gesellschaftlichen Bereiche müssen überdenken, mit wem sie Schulterschlüsse vollziehen. Sie begeben sich wiederholt in die komfortable Zone ritualisierten Protestes und bilden bedenkliche Allianzen mit den Institutionen, die gesellschaftlich verankerte Macht- und Diskriminierungsmechanismen (re-)produzieren.
Eine Demo ist keine Lösung dieser Probleme. Wir müssen Freiräume schaffen und unseren Umgang miteinander überdenken. Wir müssen Unterdrückung im sozialen Umfeld, der Schule, auf Arbeit, kurz gesagt in allen Bereichen des Lebens, entschieden zurückweisen. Gleichzeitig geht es darum, das Bewusstsein über ökonomische Abläufe zu verbreiten und zu erweitern und der Verwertungslogik entgegenzuwirken, sowie neue Formen des Miteinanders abseits von Kapitalakkumulation zu erforschen. Wenn wir ein gutes Leben wollen, dann müssen wir lernen, aufeinander zu achten und miteinander zu handeln, Herrschaft zu thematisieren und Wege ihrer Überwindung finden. Dazu gehört allerdings auch an Tagen wie dem 1. Mai den reaktionärsten Kräften entschieden entgegenzuwirken.
Wir wissen, dass die politischen Strukturen in den Provinzen, den Kleinstädten und ländlichen Regionen andere sind als in den Großstädten. Doch auch hier widersetzen sich Menschen aktiv menschenfeindlichen Einstellungen. Zeigt Solidarität mit denen, die dafür Tag für Tag ein teilweise existenzielles Risiko eingehen. Supportet die, die den manchmal aussichtslos scheinenden Widerstand gegen deutsche Zustände und Nazis wie die des III. Wegs auch abseits der Szenekieze leisten.Daher rufen wir zu unserer Demo am 1. Mai um 10 Uhr am Hauptbahnhof Gera auf. Lasst uns Inhalte zur Diskussion stellen, entschlossen und direkt sein. Lasst uns den Nazis den Raum nehmen, den sie für sich und ihre menschenverachtenden Einstellungen und Handlungen beanspruchen wollen.

Die Provinz aufwühlen, Antirassismus umsetzen und Solidarität leben.
Antifa bleibt auch Landarbeit.

+++ alle aktuellen Infos auch unter geraaufwuehlen.blogsport.de +++

Let’s Talk About Feminism! Queer-Feministische Aktionswoche in Plauen!

Let’s talk about feminism! Zum zweiten Mal findet nun in Plauen in verschiedenen Locations eine queerfeministische Woche statt. Die Veranstalter*Innen wünschen sich eine rege Beteiligung.

Zum Programm:

Montag 17 Uhr Malzhaus Plauen: Vortrag von Andreas Kemper – „Antifeminismus in der AfD“

Montag 20 Uhr Kino im Malzhaus Plauen: „A Girls Walks Home Alone At Night“

Dienstag 20 Uhr Kino im Malzhaus Plauen: Film zum Paragraph § 218

Mittwoch 15 Uhr Chemnitz Hbf: Feministische Antiknastdemo

Mittwoch 19.30 Uhr Malzhaus Plauen: Vegane Küche für Alle

Mittwoch 22 Uhr Malzhaus Plauen: Queer-Beats … Party mit queerfeministischen DJanes

Donnerstag … wird noch bekannt gegeben!

Chemnitz entnazifizieren – am 05.03.

Am 05.03. werden Antifaschist*Innen aus Chemnitz eine Demo auf dem Stadtteil Sonnenberg veranstalten – jenem Stadtteil, den Nazis der Gruppe „Rechtes Plenum“ gerne zur „national befreiten Zone“ ausbauen wollten. Alle wichtigen Infos zur Demo findet ihr unter http://5maerz2017.blogsport.eu/

11 Uhr Brunch im AJZ – 15 Uhr Konzi am Karl-Marx-Monument – 17 Uhr Demo

Und vergesst nicht die feministische Antiknastdemo am 08.03. – ebenfalls in Chemnitz!

Aufruf: Entnazifizierung? Es muss weiter gehen! Faschist*Innen stören, wo sie zur Ruhe kommen!

Am 05.03. jährt sich zum 72. Mal das Gedenken der Bombardierung von Chemnitz durch die Alliierten. Lange Jahre nahmen Neonazis diesen Tag zum Anlass, deutsche Täter*innen zu Opfern umzudeuten und diesen Geschichtsrevisionismus auf die Straße zu tragen. Dabei spielte Chemnitz eine unverkennbare Sonderrolle im Nationalsozialismus: unter der Bezeichnung „sächsisches Manchester“ galt es als der wichtigste Maschinenbaustandort des Deutschen Reichs, was der Hauptgrund für die Bombardierung war. Von Chemnitz aus wurde ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg betrieben und etliche Juden, Sinti und Roma, Sozialdemokrat*innen, Kommunist*innen und als behindert und psychisch krank stigmatisierte Menschen deportiert. Dazu kamen ca. 31.000 Zwangsarbeiter*innen unterschiedlicher Herkunft, die für die Chemnitzer Maschinenproduktion schuften mussten. Trotzdem wird man immer, wenn es um die Bombardierung deutscher Städte und die geschichtliche Verantwortung der deutschen Gesellschaft geht, mit der heute gängigen „Gedenkkultur“ konfrontiert. Diese versucht deutsche Täter*innenrollen zu relativierten oder sogar zu negieren und deutsche Kriegsverbrecher*innen revisionistisch als Opfer darzustellen. Dieser Geschichtsrevisionismus wird nicht nur von faschistischen Organisationen wie den „Nationalsozialisten Chemnitz“ (NSC), der NPD und ihrer Jugendorganisation den „Jungen Nationaldemokraten“ (JN) propagiert. Er findet sich in seinen Grundzügen in der bürgerlichen Zivilgesellschaft wieder, welche in einem Apell nach Frieden, Toleranz und Akzeptanz zum Vergeben und Vergessen anleitet. Entgegen dem „Chemnitzer Friedenstag“ wollen wir uns nicht auf diesem Apell ausruhen, da es mit den Faschist*innen keinen Frieden geben darf.

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8.3.: Feministische Antiknastdemo in Chemnitz

Solidarität mit den inhaftierten Frauen* und Gewerkschafterinnen!

Frauen*kampftags-Demo der Gefangenengewerkschaft zum Frauen*knast von Chemnitz

Am achten März, dem “Internationalen Frauen*tag” wird alljährlich dazu aufgerufen, Frauen* Blumen zu schenken. An unsere inhaftierten Kolleginnen und Genossinnen denkt dabei keiner. Wir wollen aber auch gar nicht, dass man ihnen Blumen schenkt, sondern wir wollen den gesetzlichen Mindestlohn für die Inhaftierten, volle Einbeziehung in die Sozialversicherungen und komplette Gewerkschaftsfreiheit auch hinter Gittern sowie ein Ende der Gewalt gegen Frauen*! Diese Anliegen werden wir am Frauen*kampftag in Chemnitz auf die Straße tragen. Wir werden vom Hauptbahnhof zur JVA Chemnitz ziehen und damit unsere Solidarität mit der frischgegründeten GG/BO-Sektion in der Frauen*haftanstalt zum Ausdruck bringen.

Gewerkschaftlicher Kampf hinter Gittern

Seit Mai 2014 organisieren sich Gefangene in der Gefangegengewerkschaft. Was in der JVA Tegel versuchsweise begann, weitete sich schnell in Haftanstalten in der ganzen Republik und wenig später auch in Österreich aus. Die Mehrheit der Mitglieder sind Männer*. Das liegt unter anderem daran, dass der Großteil der Inhaftierten männlich ist. Doch schon im Juli 2015 gründete sich in der Frauen*haftanstalt Willich II die erste GG/BO Sektion in einem Frauen*knast und nun ist Chemnitz dazugekommen.

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Veranstaltungsempfehlung: Bernd Langer (Kunst und Kampf) in Plauen!

Vom 10. bis 26. Februar findet in der Galerie Forum K (Bahnhofstraße 39, Plauen) eine „Kunst und Kampf“-Ausstellungen mit politischen Grafiken, Plakaten etc. des Künstlers Bernd Langer statt. Folgende Veranstaltungen gehören mit zur Reihe:

Freitag 10. Februar 19.30 Uhr: Vernissage

Samstag 11. Februar 19.30 Uhr Vortrag „Das Wesen der Kunst ist politisch“

Freitag 24. Februar 19.30 Geschichtsforum „Die Rolle der internationalen Brigaden im spanischen Bürgerkrieg 1936-1939“ mit Randolph Oechslein und Peter Giersich.

Antifaschistischer Jahresrückblick im Vogtland 2016

Besser spät als nie: Der Jahresrückblick zu 2016. Auch das Jahr 2016 war im Vogtlandkreis (in Südwestsachsen) wieder davon geprägt, dass rechte Kräfte verschiedenster Strömungen sich bemühten, in der Region einen Rückzugsraum für ihre nationalistische Politik zu verankern. Erfreulich, dass dies immer wieder auf antifaschistische Gegenwehr gestoßen ist. Trotzdem bleibt für das kommende Jahr viel zu tun, um einem spürbaren Rechtsruck der Gesellschaft entgegenzutreten und kämpferische emanzipatorische Gegenbewegungen zu schaffen. Weiterlesen

Vortragsreihe „Linksradikale Perspektiven“ vom 30.01.17 – 10.02.17

Unter dem Motto „Gegenentwürfe“ finden im Zeitraum vom 30.01.17 – 10.02.17 insgesamt 4 Vorträge in Plauen statt.

 

Der erste Vortrag findet am 30.01.17 um 18 Uhr im Malzhaus Klubraum statt.
Anarchosyndikalismus.
Geschichte,Aufbau der FAU und Aktuelle Kämpfe

Der zweite Vortrag findet am 03.02.17 um 18 Uhr im Forum K statt.
Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie – Karl Marx

Der dritte Vortrag findet am 04.02.17 um 18 Uhr im ArtCollektiv statt.
“Aus jedem Besuch des Kinos komme ich bei aller Wachsamkeit dümmer und schlechter wieder heraus.” – T. W. Adorno
oder
Was ist Kulturindustrie ?


Der vierte Vortrag findet am 10.02.27 um 18 Uhr in der alten Feuerwache statt.

Kommunismus?! Grundrisse einer bedürfnisorientierten Ökonomie

 

Plauen bekommt ein Nazizentrum

III.Weg Büro
Mit der Eröffnung eines Büros durch die neonazistische Kaderpartei „der III. Weg“ in Haselbrunn ist das Naziproblem in Haselbrunn ein weiteres Mal offensichtlich geworden. Am 07.01.2017 wurde in dem Plauener Stadtteil, in dem der „III. Weg“ eine Vorherrschaft anstrebt, ein sogenanntes „Bürgerbüro“ des „Stützpunktes Vogtland“ eröffnet. Ein „Bürgerbüro“ mit Potential zum „nationalen Zentrum“, doch wen wundert‘s? Weiterlesen

Bericht zur Antifademo „Den III. Weg zerschlagen“ in Plauen

Antifademo 17.12.16
Am 17.12.2016 haben wir, Antifaschist*Innen aus Plauen und Umgebung, eine Demo im Stadtteil Haselbrunn veranstaltet.
In Haselbrunn haben sich in den letzten Jahren gezielt Kader der neonazistischen Partei „Der III. Weg“ angesiedelt, um an die dort vorherrschende rechte Erlebniswelt (bestehend zum Beispiel aus mehreren rechts dominierten Kneipen und einem mindestens rechtsoffenen Fußballverein) anzuknüpfen und auf diese Weise eine „national befreite Zone“ zu schaffen. Mit dem Motto „Den III. Weg zerschlagen“ haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir keinen Bock haben, dass sich in Teilen Plauens eine rechte Hegemonie herausbildet und gleichzeitig die verantwortlichen Akteur*Innen benannt.
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Wir wissen, was ihr letzten Winter getan habt…

Im Folgenden dokumentieren wir einen Redebeitrag der Gruppe „the future is unwritten“ von der Demonstration »Den III. Weg zerschlagen!« am 17. Dezember 2016 in Plauen.

„Wir sind Deutschland“ und der Rückkehr des Völkischen entgegentreten!

Liebe Plauener_innen,

wir wissen, was ihr letzten Winter getan habt. Zumindest eine bedeutende Minderheit von euch. Bis zu 5000 von den knapp 65.000 Einwohner_innen haben sich an den Kundgebungen und Demonstrationen von „Wir sind Deutschland“ beteiligt.
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